Im Februar war ja so einiges los. ZU viel für meionen Geschmack. Für alle die ein wenig Ablenkung gebrauchen können, gibt es hier ein paar Vorschläge.

Comic-/Mangastapel Februar 2022

Mangas:

Es ist und bleibt eines meiner Guilty Pleasures. Das gute alte Hau-drauf-Gekloppe von Son Goku und seinen Spießgesellen aus Dragon Ball Super. Nachdem er mittlerweile auch das Level eines Gottes überstiegen hat, dürfte in Band 14 damit ja das Ende der Fahnenstange erreicht sein. lol. Natürlich nicht. Ich freue mich dennoch jedes Mal über weitere Transformationsstufen mit neuen Haarfarben. Auf Gegner die noch nichtmal ansatzweise ihre finale Form erreicht haben. Auf Kämpfe die Vegeta safe in der Tasche hat aber aufgrund Überheblichkeit dann doch verliert. Auf Kakarott, der am Ende alles wieder selbst regeln muss.

Ich finde leider keine passendere Geruchsnote als Nostalgie. Danach riecht’s.

Titelcover „Dragon Ball Super #14 – Son Goku, Galaktische Patrouille“

Prophecy Band 2 liefert gut ab. Hält sich auf dem Level des ersten Teils, ich hoffe aber darauf, dass der Abschlussband noch das besondere etwas liefern kann. Ansonsten wird mir die kurzlebige Trilogie nicht allzu lang in Erinnerung bleiben.

Auf den Essiggeruch kann ich aber das nächste Mal verzichten.

Titelcover „Prophecy #2“

Comics:

Weil mir die Welt Anfang Februar noch nicht schlimm genug war, hab ich mich in Margaret Atwoods dystopische Welt von Gilead aus Der Report der Magd begeben. Frauen werden als Gebärmaschinen versklavt und alle Kritiker*innen hingerichtet. Yay funtime… Gut, dass ich das jetzt hinter mir habe, in der aktuellen Situation hätte die Graphic Novel noch wesentlich länger im Regal gestanden. Aber immerhin kann ich sagen, dass mir die graphische Umsetzung unglaublich gut gefallen hat, so dass ich von der Geschichte gehookt war, obwohl ich die Handlung bereits durch die Serie kannte.

Ob ich mir den Geruch von Porzellantellern nur eingebildet habe kann ich nicht sagen, vielleicht wollte mir mein Unterbewusstsein mitteilen, wie zerbrechlich die Demokratie sein kann wenn man nicht darauf aufpasst…

Titelcover „Der Report der Magd“

Eine Dystopie kommt selten allein. Deswegen lag auch der vierte Band Gung Ho ganz oben auf dem Stapel. In den vereinzelten sicheren Orten, die noch nicht von den wild gewordenen Affenbiestern namens „Reißern“ überrannt wurden, herrscht eine vorgetäuschte Demokratie, die aber durch Korruption beherrscht wird. Es liegt an der jungen Generation sich zu behaupten und ihr eigenes Bewusstsein für ein gerechtes sicheres System aufzubauen. Die Reihe zählt optisch zu den besten, die ich je gelesen habe. Wie ich so lange an Gung Ho vorbei leben konnte ist mir ein Rätsel, aber dafür freue ich mich umso mehr, dass ich jetzt noch in den Genuss dieser Augenweide kommen darf.

Der Band durftet übrigens nach frisch gestrichenem Geländer und macht genauso süchtig.

Titelcover „Gung Ho #4 – Zorn“

Der letzte Comic hat wohl die meiste Zeit in Anspruch genommenen. Bei 336 Seiten inkl. Artworks ist das aber auch gerechtfertigt. Der mittlerweile 6. megaultrahardcore Sammelband Invincible ist wie immer eine Wucht. The Walking Dead Schöpfer Robert Kirkman schafft es immer wieder aufs Neue die beste Superheldengeschichte aller Zeiten auf ein neues Level zu heben. An Brutalität wird nicht gegeizt und rot ist durchgehend der beherrschende Farbton. Doch trotz seiner „Unbesiegbarheit“ hat Invincible durch seine Taten mit Selbstzweifeln und Schuldgefühlen zu kämpfen.

Der Band riecht wie ein offener Eimer frischer Farbe. Und sehr wahrscheinlich ist es Rot.

Titelcover „Invincible Sammelband #6“

Das wars fürs Zweite, die nächsten Comic-Highlights folgen (vermutlich) in einem Monat.

Comics & Mangas – Reading Liste 02/22

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